Personen, die ich besonders schätze und gern habe, Personen, die ich hoch achte und verehre, denen ich aus unterschiedlichen Gründen sehr dankbar bin und zu einem bestimmten Zeitpunkt die Gelegenheit hatte, auch solche Gefühle zu äußern, nahmen, jede auf ihrer Art, meine Worte und Gesten wahr, die Erinnerung sagt, ja, das stimmt, ich bemühte mich ja immer, klare Verhältnisse zu pflegen, wie es anders nicht sein dürfte.
Da der Jüngste Tag noch auf sich warten lässt, nehme ich mir hie und da freie Minuten, die an sich nicht frei sind, halt nur so gennant, weil ich sie mir nehme und auch so nenne, um der ganzen Welt und des Wetalls, vor allen den Toten und allen Pseudo-Lebendigen, Kranken, Irren, Menschen und Tieren, meinen liebsten unter den Sternen, ihnen allen zu verkünden, zu verraten, aus vollem Hals zuzuflüstern, dass viele sogenannte Hochwürden unter den vermaledeiten zu nennen wären, die ich – Glück im Unglück – überlebt habe, um sie in der unendlichen Ödnis meiner Existenz auszulachen und zu verfluchen.
Dann kreuzten meinen unsicheren Weg, zuerst in ein paar elenden Städten der Provinz São Paulo, später in der Hauptstadt des leuchtenden Elends, einige skurrile Figuren voller Stupidität und schlechter Gewohnheiten, Taschendiebe, Bankiers, Frauen- und Waffenhändler, Drogendealer, nicht Anonyme Alkoholiker, wieder, immer wieder sogenannte Hochwürden, die elendsten unter den Teufelsgeschöpfen, zwei oder drei Chor- und Orchesterdirigenten, deren geilen Ehefrauen mir ein paar herrliche perverse Stunden gegönnt haben, mindestens ein oder zwei Firmenbosse, für die ich in meiner andauernden Not teilweise Sklavenarbeit leisten musste und deren Machenschaften, sprich Betrug, Unterschlagung, Papierfälschungen aller Art, ich zu decken genötigt wurde.
Die Lichter in der ganzen Finsternis waren die freizügigen willigen Weiblichen, fast immer dienstbereit, süße Münder, weiche Schenkel, flotte Hüften, heiße Gaben, darfst beide haben, darfst alles haben. Künstler, nur drei, ein beinloser Holländer, malte wie Aleijadinho, sitzend auf einer Art Karre, Brett mit vier Rädern, jedoch moderne Kunst, eine Farbenorgie, dazu die hübsche Tochter, eine blonde sechzehnjährige, die ich gerne hätte zum Fressen, aber nicht durfte.
Der große Professor Francesc, die mir Bösartiges von Picasso und Casals erzählte, seinen hochberühmten Kollegen, und mir eine Empfehlung mitgab an Conchita Badia, die ich unglücklicherweise nicht überreichen konnte, weil die alte Lady des Gesangs, als ich so weit war, schon in Deutschland, überraschend starb. Der dritte im Bund, ein verrückter Altnazi, der eine Indianerin geheiratet hatte und mitten im Wald lebte, Embu, mir den Rat gab, in Deutschland eine reiche Witwe zu heiraten, denn es sollte viele geben aus der Nachkriegszeit, viel Kohle, einsam und verrückt nach jungem Fleisch, wenn aus den Tropen, umso besser, brachte mir auch gleich bei die geläufigsten Kraftworte wie Sau, Nutte, Arschloch, vögeln, ficken usw.
Comments